Ausgabe 7 -20

Ein Staat

von Arnold Illhardt

Ein Staat

Ist dafür da

das Menschliche jederzeit im Vordergrund zu sehen

die Interessen des Geringsten zu vertreten

Für das jederzeit einzustehen, was er in Gesetzgebungen vorgibt

Gleichberechtigung, Vielfalt und Freiheit zu ermöglichen

Und allgegenwärtig transparent zu sein

Ein Staat

Sollte selbstlos sein

Keine eigenen Interessen haben

Sich nicht von den Reichen und Mächtigen gängeln lassen

Ein Staat ist ein schlechter Staat

Wenn er den Menschen aus dem Blick verloren hat

Wenn ihm Geld wichtiger ist als das Leben seiner Menschen

Wenn er mauschelt, täuscht und lügt

Wenn er bereit ist, Freiheit für Macht zu opfern

Wenn seine Schergen prügeln und morden

Dann ist es nicht mehr MEIN Staat

Sondern ein Monstrum

Dessen man sich entledigen sollte

Ein Staat, dass bist DU und ICH

Es wird Zeit für einen neuen

Und wir nennen ihn: Gesellschaft

Das Gedicht „der Staat“ hing zwei Wochen in Handschrift verfasst im Schaukasten vor unserem Haus. Dazu ein Foto, auf dem ein brutaler Polizeieinsatz in Deutschland gezeigt wurde. Das Foto war mit Blumengirlanden geschmückt.